Samstag, 7. September 2013

Die erste Woche Uni: Teil 1

Wie ich meinen ersten Post heute schon erwähnt habe, habe ich für heute erstmal frei und kann deswegen gleich noch einen Post hinterher schieben Da ich Donnerstag spontan auf eine All-You-Can-Drink-Party gegangen bin, konnte ich den Eintrag nicht mehr fertig stellen und teile ihn deswegen in zwei Teile auf:

2 September:

Heute hat die Uni gestartet. Ich habe Montags bis Freitags von 8:00 bis 10:45 koreanisch Unterricht. Ich weiß nicht, wer sich das überlegt hat. Ansonsten ist der Stundenplan entspannt. Montagnachmittags habe ich noch die Vorlesung Management Information Systems. Als beim Raum angekommen bin, dachte ich erst, ich wäre falsch, weil da nur Frauen drin saßen. Wenn man so eine Vorlesung in Paderborn besuchen würde, wäre der Frauenanteil vielleicht bei 10%. Nachdem mir dann wieder klar wurde, dass ich an einer Frauen-Uni bin und es wahrscheinlich in jeder Vorlesung so aussieht, habe ich mir auch einen Platz gesucht. Der Vorlesungsraum war der Hammer:



Superbequeme Sitze, Platz für die Füße und eine ordentlich Ausstattung technische Ausstattung. Die "Tische" kann man, wie im Flugzeug, aus den Sitzlehnen ausklappen. 
Als die Vorlesung anfing, hat der Prof erstmal eine gefühlte halbe Stunde erklärt, dass die Vorlesung auf englisch ist, er während der Vorlesung nur englisch spricht und egal was die Studenten in die Evaluationsbögen schreiben, die Vorlesung weiter englisch bleibt. Aber er in der Pause (An der Ewha geht eine Vorlesung zweieinhalb Stunden, aber nach eineinviertel Stunde gibt es 15 Minuten pause) und nach der Vorlesung noch da bleibt um Fragen auch auf koreanisch zu beantworten. Bei den Bachelor-Studenten scheint englisch nicht so beliebt zu sein ;)

Abends haben sich Anna, Ina und Ich noch mit einer Koreanerin und zwei Freunden von ihr getroffen. Anna hat die Koreanerin letzte Woche in der Ewha kennen gelernt. Essen waren wir bei in einem Barbeque-Restaurant, diesmal wurde aber mit echten Kohlen gegrillt:



Wie man auf dem letzten Bild gesehen hat, hat es uns sehr gut geschmeckt und wir sind danach noch in eine Bar gegangen, die wir alleine nie gefunden hätten. Von der Straße aus, hat man nur die Tür gesehen und die eigentlich Bar war im Keller. Die Bar war im japanischen Stil eingerichtet und es lief Musik, wie sie bei uns im Radio läuft. Gegen 11 Uhr sind wir dann wieder zum Dorm, weil am nächsten Morgen ja wieder koreanisch Unterricht war. 

3. September:

Der Tag heute war recht unspannend. Er fing mit dem Sprachkurs an, dann hatte anderthalb Stunden frei und dann von 12:30 bis 18:15 Vorlesung. Beides waren Masterkurse, die sich deutlich von dem Bachelorkurs am Montag unterscheiden. Die Kursgröße der ist bei den Bachelorkursen ca. 30-40 Leute, bei den Masterkursen ca. 15 Leute. Dass englisch gesprochen wird, steht außer Frage. Aber auch der Vorlesungsstil bei den Masterkursen unterscheidet sich deutlich. Die erste Professorin setzt viel Wert auf Interaktion mit und zwischen den Studenten und erwartet von uns auch, dass wir die Vorlesung aktiv mitgestalten. Dazu müssen wir vor der Vorlesung bestimmte Paper oder Artikel lesen und dann in der Vorlesung drüber diskutieren. Die Prüfungsleistung setzt sich aus Anwesenheit, Beteiligung an der Diskussion und (Zwischen-)Klausur fest. Der Professor der zweiten Vorlesung möchte lieber Frontalunterricht machen und die Klausur setzt sich nur aus der (Zwischen)-Klausur zusammen.
Als Entspannungsprogramm ging nach den Vorlesungen mit anderen Austauschstudenten und ein paar Buddys an den Han-River zu Chicken and Beer Cola. Angekommen haben wir uns auf die Wiese gesetzt und einfach einen Lieferservice für Chicken angerufen. Wie man sieht, waren wir nicht die einzigen mit diesem Plan.


Leider habe ich vom Essen kein Foto gemacht, aber dafür dieses Panorama gebastelt:
Klick mich
Morgen gibt es den zweiten Teil.