Montag, 28. Oktober 2013

Mit einer Profiausrüstung wäre das nicht passiert.

Ich gebe es auf, für jede Woche einen Blogeintrag zu schreiben. Einerseits komme ich nicht hinterher, anderer Seits mache inzwischen nicht jede Woche so viel, dass für einen Eintrag reicht. Im folgenden Eintrag fasse ich zwei Wochen zusammen.

26. September:

Diese Woche waren meine Schwester und Mutter in Korea. Deswegen ging es mit der hier ansässigen Verwandschaft zum Korean Barbecue. Das Fleisch konnte man sich vorher an einer art Fleischtheke aussuchen.

Diesmal gab es sogar Folien-Süßkartoffeln.
Aus dem Restaurant konnte ich noch einen LKW fotografieren, der gerade massig Knoblauch abgeliefert hat. Die Koreaner essen mit Abstand am meisten Knoblauch. Jährlich 10 Kilogramm pro Kopf.

Abends war ich dann noch mit ein paar anderen Studenten und Buddys Honig Maggeolli (Reiswein mit Honig) trinken. Dazu gab es Reibeplätzchen und warmen Mais mit Käse.
Nach dem Essen sind die meisten noch zum Karaoke gegangen, aber ich war dafür leider nicht angetrunken genug und bin deswegen mit ein paar Franzosen in Mikes Cabin gegangen. Die Bar, in der jeder Austauschstudent in Seoul mal gewesen sein muss ;)

28. September

Heute haben die Buddys zur Farm Experience eingeladen. Dazu sind wir morgens mit dem Bus ca. zwei Stunden in Richtung Süden gefahren. Auf der Farm angekommen, konnten wir erstmal einen Kaffee trinken.
Danach gab es noch einen winzigen Apfel zur Stärkung, bevor wir Pfannkuchen gemacht und dazu Maggeolli getrunken haben.
 
Als zweite Aufgabe mussten wir Heuschrecken mit einem Schmetterlingsnetz fangen und danach eine eher langweilige Rundfahrt über die Farm machen.

Anschließend haben wir aus Stäbchen eine Pistole gebaut, mit der man Gummibänder schießen kann.
An der vierten Station haben wir gelernt, wie man Reiskuchen (치는 떡) herstellt. Dazu kocht man Reis und lagert ihn warm. Anschließend wir solange mit einem großen Hammer auf den Reis eingeprügelt, bis daraus eine zähe Masse wird.

Anschließend wir die Masse dann noch in Bohnen-Mehl gewälzt und dann in handliche Stücke zerteilt.


Hier noch mal der theoretischen Ablauf ;)

An der letzten Station haben wir Süßkartoffeln geerntet. Leider habe ich selbst davon keine Bilder. Außerdem habe ich danach noch frittierte Heuschrecke probiert. Schmeckte aber eigentlich nach nichts, war aber knusprig.

Danach ging es mit dem Bus zurück nach Seoul. Nach zwei Stunden waren wir zwar wieder in Seoul, aber die Straßen waren so voll, dass wir für die weitere Strecke bis zur Uni noch zwei Stunden gebraucht hätten. Deswegen konnten wir den Bus an der nächsten U-Bahn-Station verlassen und mit der U-Bahn weiter, was wesentlich schneller ging.

4. Oktober:

Eigentlich wollte ich den ganzen Freitag die Texte für einen Kurs lesen.

Weil das Wetter aber zu gut war, um nur was für die Uni zu machen, bin mit zwei Kommilitonen zum 청계천. Das ist ein von Menschen angelegter kleiner Fluss, der durch Seoul fließt.



Natürlich muss ich auch eine Münze werfen, um mir was zu wünschen.

Anschließend ging es weiter den Fluss entlang.





Auf dem Rückweg waren wir dann noch in Sinchon essen und haben mal wieder ein paar Musiker gesehen, die in einem kleinen Park gespielt haben.

5. Oktober:

Heute war ich mit drei Kommilitonen auf dem 관악산. Ein Berg bei Seoul mit einer Höhe von 630 Metern.

Auf dem Weg zum Berg habe ich mir noch Reiskuchen gekauft und wir sind bei einem Art Königsschrein vorbeigekommen. Danach ging es den Berg hoch. In Korea ist allerdings Bergsteigen mehr Treppen steigen als wandern.

Unterwegs auf dem Berg sind wir noch einen Eisverkäufer begegnet, der das Eis mit Trockeneis gekühlt hat. Nach einer kurzen Pause sind bei einem Tempel angekommen, der ungefähr auf der Mitte des Berges liegt.



Danach ging es weitere Treppenstufen den Berg hinauf.


Der Tempel an der Klippe ist wohl ein ganz berühmtes Fotomotiv. Hier noch mal ein Bild von dem Gipfel aus.

Da Wochenende war, war am Gipfel auch eine Menge los.
Wie man hier auch schön sieht, sind alle Koreaner mit sämtlichen Wanderutensilien ausgestattet, die es nur gibt. Fehlt nur noch der Eispickel ;) Ich frage mich, was die wohl alles im Rucksack haben, denn der Auf- und Abstieg dauert nicht länger als drei bis vier Stunden.

Als wir abends wieder in Seoul waren, haben wir uns noch das Ende eines Feuerwerk-Wettbewerbes angeguckt. Da wir nicht mehr zum eigentlichen Veranstaltungsort konnten, haben wir uns den Koreanern angeschlossen, die einfach eine Verkehrsbrücke über den Hanriver okkupiert hatten.




Im Anschluss war ich noch im Club FF in Hongdae. Dort haben koreanische "Rock-Bands" live gespielt.

Der Club hat übrigens eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Sappho / Kick. Zum Glück war die Musik, die nach den Bands gespielt wurde, rocklastig, was eine angenehme Abwechslung zu der Elektromusik ist, die sonst in den Clubs gespielt wird.

6. Oktober:

Heute war ich wieder wandern. Diesmal auf den 도봉산 im Norden von Seoul gelegen. Davon habe ich nicht so viele Fotos, weil der Aufstieg diesmal um einiges schwieriger war und man teilweise richtig klettern musste.

Unterwegs gab es auch wieder einen Tempel.

Ca. einen Kilometer vor dem Gipel haben wir dann eine Pause gemacht.


Als wir danach weiter sind, bin auf einem Stück abgerutscht und bei der Landung mit meinen Fuß umgeknickt. Dabei ist auch eins meiner Hosenbeine aufgerissen. Gut dass ich eine saubere Boxershorts anhatte;) Wäre ich, wie die Koreaner, bis unter die Zähne mit Wanderutensilien ausgestattet, wäre das sicherlich nicht passiert :D. Zum Gipfel konnte ich einigermaßen weitergehen.

Danach ging es dann einen einfacheren Weg wieder hinunter. Hier erklärt uns gerade eine nette Koreanerin den Weg.


Die Hose hat es leider nicht überlebt und mein Fuß war am nächsten Tag stark angeschwollen. Das Bild von meinem Fuß erspare ich euch mal. In der Hoffnung Mobilat oder eine andere Sportsalbe zubekommen, bin ich dann zum Health Service Center der Ewha gegangen. Anstatt Salbe habe ich aber irgendwelche Tabletten inklusive Antibiotika bekommen, die ich drei mal täglich einnehmen sollte.

Immerhin gab es noch ein Eukalyptus-Pflaster dazu, welches ich auf den Fuß kleben konnte.

Das war es dann erstmal wieder. Im nächsten Eintrag schreibe ich über den Wochenendtrip nach Jeju.