Freitag, 30. August 2013

Angekommen Teil 2

Nachdem der Computer vom wöchentlichen Backup nicht mehr blockiert wird, kann ich mit dem zweiten Teil weitermachen (Beim Schreiben ist mir aufgefallen, dass ich beim letzten mal, den 29 August als 28 ausgegeben habe, ist jetzt aber korrigiert :) ).

30. August

Nach dem ich wegen der Kursauswahl erst spät ins Bett gekommen bin, hat mich der Wecker pünktlich um kurz vor 9 aus dem Schlaf gerissen, da um 9 Uhr die Kurswahl online freigeschaltet wurde. Meine Befürchtung, dass es so katastrophal wie in Paderborn mit Paul laufen würde, bewahrheitete sich zum Glück nicht. Also hatte ich meine Kurse kurz nach 9 gewählt und bin erstmal frühstücken gegangen. Natürlich wieder Kimbap im Posco-Building. Wieder im Wohnheim beschloss ich ein kurzes Nickerchen bis 12 Uhr zu machen. Um 12:30 habe ich mich mit meinem Buddy und den anderen Austauschstudenten, die sie betreut, zum Mittagessen getroffen. Es gab 샤브샤브, was man irgendwie mit Fondue vergleichen kann. Nach dem Mittagessen bin ich dann mit Ina (auch aus Paderborn) und ihrem Buddy los, um eine koreanische SIM-Karte für mein iPhone zu holen. Bis auf ein paar Übersetzungsprobleme ging das erstaunlich problemlos (Unter meine deutschen Nummer bin ich erst wieder zu erreichen, wenn ich am 15 Januar wieder in Deutschland bin). Die Verwunderung, warum denn das mobile Internet nicht funktioniert, hatte sich gelegt, als ich Mobile Daten auf dem Handy wieder aktiviert hatte ... Eine Datenflatrate habe ich nicht, aber das MB ist mit 0,04€ recht günstig.

Um den Text mit einen Bild aufzulockern, hier mal ein Foto vom Eingang meines Wohnheims:

Nachmittags bin ich mit Ina und Anna zum Han-River gefahren, um dort erst das schöne Wetter zu genießen und den beiden Spielkindern zuzugucken, wie sie kleinen wehrlosen Kindern auf dem Spielplatz die Geräte streitig gemacht haben ;)


Wir haben noch eine Schiffsrundfahrt gemacht inklusive musikalischer Untermalung, die immer wieder für "wichtige" Informationsdurchsagen über vorausliegende Brücken unterbrochen wurde.Bei der Rundfahrt hatte man einen schönen Blick auf Seoul:



Abends sind wir dann der Empfehlung des Lonely Planet gefolgt und haben in Sinchon im Chuncheonjip 닭갈비 gegessen. Da das Essen am Tisch für uns gebraten wurde, bekamen wir diese wunderschönen Schürzen:


Als Beilagen gab es Kimchi, Rettich und Kolrabi. Die Beilagen werden in Korea immer unabhängig vom Gericht für alle in kleinen Schalen serviert.
Zu Trinken gab es noch einen 소주 der absolut widerlich schmeckte und Wasser, welches man in Korea immer kostenlos zum Essen bekommt.

Auf dem Weg nach Hause, mal wieder festgestellt, dass in Korea mit dem Tierschutz nicht so eng gesehen wird:

Wieder auf dem Campus angekommen, haben wir die Gunst der Stunde genutzt, Bilder vom Wahrzeichen der Ewha zum machen, ohne das er völlig überlaufen ist: Der Ewha Campus Complex. Der größte unterirdische Campus-Komplex in Korea. Neben Vorlesungsräumen enthält er auch einen Buchladen, Cafeterien, ein Fitnessstudio und ein Kino.
Zum Abschluss noch ein kurzes Video von der Ewha über die Ewha:

Donnerstag, 29. August 2013

Angekommen Teil 1

Jetzt sitze ich hier in meinem Zimmer und muss was in meinen Blog schreiben.

Handeln wir in Teil 1 also erstmal den 27 bis 28 August ab:
27+28:
Ich bin am 27 August in Frankfurt gestartet und nach 10 Stunden Flug am 28 um 12 Uhr koreanischer Zeit angekommen.

Am Flughafen wurde ich erst einmal von der schwülen Hitze empfangen. Mein PEACE-Buddy (Professional Ewhaians at Cultural Exchange) hat mich und noch zwei andere Austauschstudenten direkt am Flughafen in Inchon abgeholt, die Bustickets gekauft und nach der Busfahrt zum Wohnheim geführt. Könnte man aber auch problemlos alleine schaffen, da es eine direkte Busverbindung bis zur EWHA gibt.
Nach der Wohnheimanmeldung bin ich dann erstmal duschen gegangen und habe versucht das Internet zum laufen zu bekommen. Das war nicht so einfach, weil man irgendwelche komischen Sicherheitsprogramme der EWHA installieren muss, damit man ins Internet kommt. Somit wurde auch mein Plan zerstört aus meinen Raspberri-PI einen WLAN-Router zu machen. Nach dem das Internet auf dem Laptop lief, habe angefangen einen meiner Koffer auszuräumen. Weil das aber keinen Spaß gemacht hat (Der zweite Koffer steht leider immer noch voll neben mir), habe ich auf dem Campus erstmal das Posco-Building gesucht, weil es dort das beste Kimbap gibt und WLAN.

Zurück im Zimmer musste ich feststellen, dass man nur eine Wolldecke aber keinen Bettbezug bekommt. Bei der Hitze reicht das zweite Bettlaken aber erstmal als Deckenersatz. Das Zimmer ist ein Doppelzimmer ohne eigenes Bad, so das im Zimmer mehr Platz ist. Es gibt einen lauten Kühlschrank, einen Balkon und eine Klimaanlage.




Abends habe ich mich mit ein paar anderen Austauschstudenten getroffen und wir sind zusammen etwas essen gegangen. Ich war so gegen 22 Uhr wieder zuhause und bin dann gnadenlos meinen Jetlag erlegen, da ich mehr oder weniger seit 30 Stunden wach war.

2829:
Am nächsten Morgen musste ich um 9:00 zum Einstufungstest für Koreanisch. Zusätzlich zur Hitz hat es an dem Tag noch wie aus Eimern gegossen. Beim Test ist mir erstmals richtig aufgefallen, wieviel ich seit Bochum vergessen habe. Nach dem Test ging es dann erstmal mit ein paar anderen mal wieder ins Posco-Buildung um Kimbap zu frühstücken.

Mittags war dann die offizielle Willkommensveranstaltung bei der wir unseren Studentenausweis bekommen haben, über die Kriminalität in Seoul und sexuelle Belästigung aufgeklärt wurden und uns erklärt wurde, wie wir online Kurse wählen können. Anschließend wurden wir in Gruppen eingeteilt und über den Campus geführt, welcher wirklich groß ist. Abends gab es dann eine Willkommensparty im맥주아울랫  (Beer-Outlet) in Sinchon. Dort wurden uns erst zwei Bier ausgegeben, danach konnte man sich Biere aus diesen Kühlschränken kaufen:

Das koreanische Bier war zwar nicht so lecker, aber weil es nur 1900 WON (ca. 1,30€) gekostet hat, sind wir dabei geblieben. Es gab dort auch die Dönerbudenspezialität Efes:
Da wir uns am nächsten morgen um 9 Uhr noch für Kurse anmelden mussten und ich noch keine Ahnung hatte, was ich wählen sollte, bin ich gegen 1 Uhr nach Hause gegangen und habe mir die Syllabi der Kurse angeguckt. Um drei Uhr hatte mir noch drei Kurse neben dem Koreanischkurs rausgesucht und konnte mich dann endlich schlafen legen.

Teil zwei muss morgen folgen, da es jetzt schon wieder Mitternacht ist und ich ins Bett muss.